UniversitÀtsklinikum Krakau-Prokocim
Krakau-Prokocim, Polen / 01.2015 - 05.2019
In Krakau errichtete die PORR in einer ARGE mit VAMED und WARBUD innerhalb von 50 Monaten eines der gröĂten UniversitĂ€tskrankenhĂ€user Europas.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR S.A.
Projektart
HealthCare, Gesundheitseinrichtungen
Bauzeit
01.2015 - 05.2019
Errichtung des UniversitÀtsklinikums Krakau-Prokocim
Das Krankenhaus bietet Platz fĂŒr 925 Betten, 24 OP-SĂ€le, 27 Fachkliniken, 69 Abteilungen und Laboratorien. Dazu kommen ein Auditorium fĂŒr 250 Personen, zwei HörsĂ€le fĂŒr 50 Personen und zahlreiche SeminarrĂ€ume.
Die PlĂ€ne fĂŒr den Bau eines UniversitĂ€tskrankenhauses in Krakau gehen bis in die 50er-Jahre zurĂŒck. Damals beschloss die Leitung der Jagiellonien-UniversitĂ€t, einen neuen Campus in Prokocim zu errichten. Es sollte allerdings bis zum Jahr 2013 dauern, bis der Uni-Senat den Startschuss fĂŒr den Bau des neuen Krankenhauses gab. Die Ausschreibung erfolgte im Juli 2013, den Zuschlag erhielt eine ARGE aus PORR, VAMED und WARBUD. WĂ€hrend die PORR und WARBUD fĂŒr die Errichtung des Krankenhauses verantwortlich zeichneten, kĂŒmmerte sich die VAMED um Lieferung und Montage der medizinischen AusrĂŒstung.
Nach einer umfassenden Planungs- und Vorbereitungsphase starteten im JĂ€nner 2015 die Bauarbeiten. Zuerst wurde der Parkhausbereich mit mehreren Ebenen fertiggestellt, anschlieĂend das HauptgebĂ€ude des Klinikums. ErgĂ€nzt wird der Krankenhauskomplex von mehreren NebengebĂ€uden und Infrastruktureinrichtungen wie einer Stromversorgungsstation, einem Hubschrauberlandeplatz, einer KlĂ€ranlage, einer Anlage zur Dekomprimierung von medizinischen Gasen, einer KĂŒche und einer WĂ€scherei. Um die ab 2021 in Polen geltenden Energieeffizienz-Richtlinien zu erfĂŒllen, wurden die AuĂenwĂ€nde stĂ€rker gedĂ€mmt als in Polen heute ĂŒblich, zudem wurden Fenster und Fassaden mit einem höheren thermischen Isolationsgrad eingebaut. DarĂŒber hinaus wurde am Dach eine Solaranlage fĂŒr die Warmwasseraufbereitung installiert. Dadurch konnte die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden.
Auch bei der multifunktionalen Einrichtung wurde groĂer Wert auf modernste Anlagen und Systeme gelegt. Beispielsweise können mit einem pneumatischen Postsystem mit 56 Stationen Blutproben, Medikamente oder Dokumente rasch durchs gesamte Krankenhaus transportiert werden. Und ein System zur Lokalisierung in Echtzeit (RTLS) dient zur Identifikation und Ăberwachung des Aufenthaltsortes von Patienten. In NotfĂ€llen kann der Patient ĂŒber diese Tags auch umgehend Kontakt mit dem medizinischen Personal aufnehmen.